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Wie Hund und Katz

Manche Menschen sind einfach wie Hund und Katz.
Obwohl sie die gleiche Sprache sprechen, aus dem gleichen gesellschaftlichen Umfeld stammen und auch noch etwa gleich alt sind kommt keine „gute Kommunikation“ zustande. Es hagelt Missverständnisse, Vorwürfe und oft sogar Beleidigungen. „Mit dem/der komm ich einfach nicht klar. Die/der versteht mich ja doch nicht.“ So spricht etwa eine Informatikerin über einen Vertriebsmitarbeiter. Ist ja auch kein Wunder, denn in der Regel sind Informatiker analytisch geprägte, faktenbezogene Menschen, die Logik und Struktur lieben. Vertriebler dagegen sind meist eher menschenbezogen, emotional und kreativ.
Nehmen wir an beide waren im Theater und haben das gleiche Stück gesehen.
„Wie war Ihr Theaterbesuch?“
Informatikerin: „Recht gut. Da hat man echt was bekommen fürs Geld, 125 Minuten Unterhaltung. Das Bühnenbild war gut gemacht, hat realistisch gewirkt. Und die Ton- und Lichttechnik waren echt gut. Die Handlung war teilweise etwas unlogisch, aber es war unterhaltsam.“
Vertriebsmitarbeiter: „Echt wunderschön! Schon die Dame an der Garderobe war wirklich freundlich, die hatte richtig Spaß an Ihrem Job. Und dann das Stück! Ein Traum! Die haben mit so einer Leidenschaft gespielt, ich war total gefesselt, die ganzen zwei Stunden lang. Das müssen Sie sich unbedingt auch ansehen!“
Ob das wohl anders läuft, wenn die beiden sich über das neueste Software-Update für den Kunden austauschen müssen? Sicher nicht. Und dabei müssten doch nur beide anerkennen, dass der/die andere anders tickt. Dann ließe sich mit etwas gutem Willen ein gemeinsames Vokabular finden.
Auch Hund und Katz (und sogar noch eine Ratte dazu) können es schaffen!